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AI im Marketing im Spannungsfeld zwischen Marketing- und KI-Experten

  • Autorenbild: Patrick Kocher
    Patrick Kocher
  • vor 6 Stunden
  • 2 Min. Lesezeit

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KI ist im Marketing angekommen

Sie ist schnell, günstig und skalierbar. Gleichzeitig wächst die Zahl der selbsternannten KI-Expertinnen und Experten, die den Markt überschwemmen und allesbringende Lösungen versprechen.

Mit diesem Blog möchte ich dieses Spannungsfeld neutral beleuchten. Was KI heute wirklich kann, wo erfahrene Marketingprofis weiterhin entscheidend sind und warum beides zusammengehört.


Warum ich diesen Blog starte

Ich beobachte seit Monaten zwei parallele Entwicklungen: Erstens wird KI als Marketing-Produkt verkauft, oft mit grossen Versprechen, teils mit starken Ergebnissen, teils mit überzogenen Erwartungen. Zweitens reagieren erfahrene Marketingprofis unterschiedlich: von pragmatisch-neugierig bis skeptisch.


Dieser Blog soll weder eine Fanseite für KI noch eine Abwehrschrift werden. Mein Ziel ist eine sachliche Einordnung von KI als Instrument mit klaren Stärken, Grenzen und dem nötigen Kontext.


Ich bin überzeugt, dass KI uns begleiten und uns im Marketing in vieler Hinsicht unterstützen wird. Gleichzeitig wird der Marketingexperte als Mensch weiterhin benötigt. Seine Rolle wird sich verändern: weg von reiner Ausführung, hin zu Strategie, Orchestrierung, Qualitätskontrolle und Verantwortung.


Das Spannungsfeld: Marketingprofis vs. „KI-Experten“

Der Hype hat einen Nebeneffekt: Viele Angebote suggerieren, KI könne Marketing „automatisch“ lösen – von Positionierung über Content bis Funnel. Das ist attraktiv, weil Zeit- und Kostendruck real sind. Neutral betrachtet gibt es aber zwei Perspektiven:

Die KI-Seite: KI kann Inhalte schneller erstellen, Varianten testen, Daten strukturieren und Prozesse automatisieren. Sie senkt die Eintrittshürde: Auch kleine Teams können sichtbar werden und systematischer arbeiten.

Die Marketing-Seite: Marketing ist nicht nur Content-Produktion. Es ist Marktverständnis, Positionierung, Differenzierung, Angebotslogik, Vertrauen und Marke. KI beschleunigt die Ausführung, ersetzt aber nicht automatisch die strategische Entscheidung darüber, was man warum kommuniziert. Ohne klare Strategie produziert man mit KI oft vor allem eines: mehr vom Gleichen oder Falschen, aber nur schneller.


Was erfolgreiche Marketingarbeit (auch mit KI) weiterhin braucht

Unabhängig vom Tool bleiben Grundlagen entscheidend:

  1. Klare Zielsetzung (Leads, Umsatz, Marke usw.)

  2. Positionierung und Nutzenversprechen (warum wir relevant sind)

  3. Zielgruppenverständnis (Motive, Einwände, Sprache)

  4. System statt Einzelmassnahmen (Distribution, Customer Journey, Messbarkeit usw.)

  5. Qualität und Verantwortung (Markenwirkung, Wahrheit, Rechtliches)


Was Marketingprofis jetzt tun sollten

KI-Kompetenz wird Teil der Grundausstattung – nicht als Selbstzweck, sondern als Hebel. KI dort nutzen, wo sie stark ist: Ideation, Struktur, Varianten, Entwürfe, Automationen. Gleichzeitig den eigenen Wert schärfen: Strategie, Markenführung, Angebotsschärfung, Kampagnenarchitektur und Priorisierung. Kurz: weniger „ich produziere“, mehr „ich baue das System“.


Was KI-Expertinnen und -Experten vom Marketing lernen sollten

Technische Umsetzung ist wertvoll – aber ohne Fundament bleibt sie Stückwerk. Nicht mit Content starten, sondern mit Ziel, Zielgruppe, Positionierung, Angebot, Proof und Differenzierung. Nicht „eine KI-Engine“ verkaufen, sondern einen Marketingprozess, der durch KI effizienter wird. Schlussendlich gilt auch hier "Shit in --> Shit out"


Fazit

KI wird Marketing verändern – aber nicht dadurch, dass sie Marketing ersetzt. Sie beschleunigt, skaliert und automatisiert. Der Mensch bleibt entscheidend, weil Marketing am Ende Entscheidung, Verantwortung und strategische Führung ist. Wenn Marketingprofis KI gezielt nutzen und KI-Expertinnen Strategie ernst nehmen, profitieren am Ende vor allem die Kunden.

 
 
 

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